CHIC
Live at Budokan
(Edel)

Das war das wohl best eingespielte Rhytmustrio des Disco. Egal wer da immer auch vorne seine Stimme hergab, der groovig - melodiöse Bass, die swingende Funkyguitar und das straighte Gerüst der Sticks machten es sicher, daß nicht nur James Brown gesampelt werden würde. 1970 im Big Apple zusammengefunden, ab 1977 gleich erfolgreich als Chic unterwegs, prägte vor allem Nile Rodgers den Sound der Zeit für eine Dekade. Hier haben wir es mit einer 94er Aufnahme zu tun, also einer Zeit wo der Hype um das Produzentenwunder ( Diana Ross, Madonna, Power Station, Bowie, Carly Simon,) schon 10 Jahre vorbei war. Aber "die Japaner blicken nun mal gerne zurück ins verklärte Original" (Lukather). Da tat sich auch einiges auf der Bühne, Slash und Winwood müssen Backstage wohl Jack getroffen haben, eine Horde von Cracks fügen sich nahtlos in das bewährte Gerüst ein. Fast jede Nummer, ob Chic oder Sister Sledge, wird zu einem 10 Minuten Jam ausgebaut und der Kult ist wieder am Leben. Das hat der begnadete Bernhard Edwards leider 1996, durch jahrelanges Drogen einwerfen geschwächt, kurz vor einem Gig in Tokio nicht mehr geschafft - Lungenentzündung. Ich hätte sie zwar wohl lieber 1982 auf der "Take it off" Tour gehört, aber auch das ist noch immer sehr fein. (shorty) 7

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0 = zu kurz eingesetzt
1 = absoluter beginner, fußball-schuhe abgeben
2 = unterliganiveau
3 = ab auf die bank
4 = mehr recht als schlecht
5 = licht & schatten
6 = unterm strich ein plus
7 = ein lichtblick
8 = hut ab
9 = schneckerl, schau' her
10 = solche kicker braucht das land

notenschluessel courtesy of täglich alles.