Stephen Kovacevich
Beethoven/Klaviersonaten Op.10, Op. 28 Pastorale
(EMI Classics)

Beethoven komponierte bereits in jungen Jahren Klavierwerke, um sich bei Hofe schnelles Geld zu verdienen, wenn er seine außergewöhnliche Begabung am Instrument vor dem Adel präsentierten durfte. Er selbst war aber ein verhaßter Gegner der Creme de la Creme gewesen, weil er nur allzu gut wußte, dass dieser Menschenschlag die Oberflächlichkeit gepachtet hatte. Aber er hielt sich trotzdem aus eigennützigen Gründen in diesen Kreisen auf. Jedoch konnte Beethoven seinen stetigen Unmut geschickt in seine Werke einfließen lassen. Auch die beiden Klaviersonaten, Op.10 und Op.28 bezeugen eindrucksvoll die Involvierung seines ungezähmten Charakters - die Sonate Nr.1 in c-moll beginnt zum Beispiel mit einem "unzivilsierten" Schwung. Im Großen und Ganzen kann man Op.10 und Op.28 als virtuos, impulsiv und sehr kreativ bezeichnen. Diese Eigenschaften konnte der Pianist Stephen Kovacevich gekonnt in die Tat umsetzen. (kainz)

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0 = zu kurz eingesetzt
1 = absoluter beginner, fußball-schuhe abgeben
2 = unterliganiveau
3 = ab auf die bank
4 = mehr recht als schlecht
5 = licht & schatten
6 = unterm strich ein plus
7 = ein lichtblick
8 = hut ab
9 = schneckerl, schau' her
10 = solche kicker braucht das land

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