Maria Elisabeth Lott/Mozarteum Orchester Salzburg
Mozart: Rondo/Violinsonaten
( EMI Classics)

"Ich finde, daß ein Frauenzimmer, das Talent hat, mehr mit Ausdruck spielt, als ein Mannsperson", schrieb einst Mozarts Papa Leopold in einem Brief. Wenn man das zwölfjährige deutsche Ausnahmetalent Maria Elisabeth Lott schon als Frauenzimmer bezeichnen darf, dann treffen Leopold Mozarts Worte punktgenau. Lott behandelt die Saiten der Geige mit einer enormen Sanftheit in den langsameren Passagen, um dann im Allegro mit selbstbewußter Überzeugung aufzeigen zu dürfen. Das Mädchen spielt auf der Originalkindergeige von Mozart (1735 gebaut). Diese Geige gelangte auf Umwegen schließlich 1896 an die "Internationale Stiftung Mozarteum" in Salzburg, wurde aber erst 1998 restauriert. Das Rondo in B-Dur und die 3 Violinsonaten Nr. 32 in B-Dur, Nr. 18 in G-Dur und Nr. 21 in e-moll, wurden von Lott mit dem versierten "Mozarteum Orchester Salzburg" in dessen "Großen Saal" mit Sontraud Speidel am Hammerflügel eingespielt. Örtlicher Abspieltip: Vor einem beruhigend vor sich hin flackernden Kaminfeuer - in aller Bescheidenheit gesprochen. (kainz)

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0 = zu kurz eingesetzt
1 = absoluter beginner, fußball-schuhe abgeben
2 = unterliganiveau
3 = ab auf die bank
4 = mehr recht als schlecht
5 = licht & schatten
6 = unterm strich ein plus
7 = ein lichtblick
8 = hut ab
9 = schneckerl, schau' her
10 = solche kicker braucht das land

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