King Cobb Steelie
Mayday
(Cooking Vinyl/Hoanzl)

Zehn Jahre ziehen nun schon die Kanadier um den harten Kern von Saenger Kevan Byrne, Kevin Lynn und Michael Armstrong, bei uns fast unbekannt, ihre musikalischen Kreise. 1991 in der Naehe von Toronto gegruendet, veroeffentlichten sie bereits ein Jahr spaeter im Alleingang ihr Debutalbum. Neben verschiedenen Auszeichnungen wurde Project Twinkle 1995 fuer den Kanadischen Grammy nominiert und der Nachfolger Junior Relaxer wurde 1997 zur meist gespielten CD gekuert und Much Music, das Maple Leaf Pendant zu MTV, nominierte King Cobb Steelie 1998 fuer zwei Video Awards. Das alles nur als Beispiel dafuer, wie durch unprofessionelles Hinterwaldradio guter Sound an heimischen Wellen vorbeigeleitet wird. Mayday ist somit nun das eigentliche Europadebut der Band. Die wiederum haben zur weiteren Verfeinerung ihres komplexen Koordinatensystems das Ensemble um eine Reihe hochkaraetiger Musiker erweitert, die im speziellen den vereinzelten Gesangparts elementare Tiefe verleihen. Der Sound innovativ, eher nach innen orientiert unaufdringlich, lebt ganz von seinen subtilen Melodien. Die mischen sich in einer Art Soundlabor mit den unterschiedlichsten Stilrichtungen aus Dub, TripHop, Jazz, Wave, Funk und Rock zu mal reinen Instrumentaltracks um dann mit so hervorragenden Vokalisten wie Michelle McAdorey, Tamara Williamson und Spooky Ruben in geniale Choreinlagen zu wechseln. Vielleicht ist es gerade den Kanadiern vergoennt computerbetonter Musik Harmonie und Seele einzuhauchen. King Cobb Steelie stehen dafuer.
(space cap)

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0 = zu kurz eingesetzt
1 = absoluter beginner, fußball-schuhe abgeben
2 = unterliganiveau
3 = ab auf die bank
4 = mehr recht als schlecht
5 = licht & schatten
6 = unterm strich ein plus
7 = ein lichtblick
8 = hut ab
9 = schneckerl, schau' her
10 = solche kicker braucht das land

notenschluessel courtesy of täglich alles.