plexiq
20000
(clearspot/ixthuluh)

Aus plexiq ist eine stinknormale Band geworden, könnte man sagen, aber eigentlich waren sie das ja schon immer. Hinter einem Namen, der wie die pure Knöpferldreherei klingt, verbarg sich schon seit je her ein konventionelles Line-Up, das den ersten musikalischen Eindruck auch gleich wieder ad absurdum führt. Hört man sich das erste Album "blech" an, steht man vor einem easy-housigen industrial-beeinflussten undefinierbaren semielektronischen Eintopf. Mal mit Stimme, mal ohne,
aber auf "20000" drängt sie immer mehr in den Vordergrund. plexiq sind zusehends in das Fahrwasser regulärer Songs geraten. Die letzte LP "bambi dragon don't spit no fire" hat die Weichen für die nächste Haltestelle "20000" gestellt. Nicht umsonst war man damals mit/nach Tocotronic im gleichen Studio in Frankreich. Beatig, flotte Poptunes ("fiona gold", "trying") verlassen nacheinander den Sprecher, laut. Nur ein freches (Heavy)-Metal-Riff hat sich bei "criminal arts" eingeschlichen und macht in die runde Pop-Scheibe einen Rockkratzer. Auch fein.
(n_dae alm)

zum archiv

0 = zu kurz eingesetzt
1 = absoluter beginner, fußball-schuhe abgeben
2 = unterliganiveau
3 = ab auf die bank
4 = mehr recht als schlecht
5 = licht & schatten
6 = unterm strich ein plus
7 = ein lichtblick
8 = hut ab
9 = schneckerl, schau' her
10 = solche kicker braucht das land

notenschluessel courtesy of täglich alles.