Michael Monroe
Whatcha Want
(SPV/Release)

Umgeben mit dem Flair von Dekadenz, Niedertracht und Transsexualität, ganz in der Tradition der New York Dolls macht Matt Sagerholm aka Michael Monroe anfangs der 80er Jahre die finnischen Hanoi Rocks zum erfolgreichsten skandinavischen Popexport nach Abba. Den oftmals wechselnden Formationen ist jedoch kein Langzeiterfolg beschert, so daß im Mai 1985 das letzte Konzert der Band stattfindet. Monroe wandert in die USA aus, um noch einmal ganz von vorne anzufangen. Weiter auf Glitterkult und Heavy Metal setzend, veröffentlicht der lärmende Derwisch seit 1988 in unregelmäßigen Abständen mehr oder weniger erfolgreiche Hardrock-Alben, von denen Not Fakin‘ It (1989) noch am meisten zu gefallen weiß. Um so erfreulicher, daß Monroe mit Whatcha Want qualitativ und stilistisch an diesen Erfolg anknüpfen kann. Zwischen schmutzigem Hardrock und schnörkellosem Rock’n’Roll balancierend, werden die elf Songs zwischen den Coverversionen „Do Anything You Wanna Do“ von Eddie And The Hot Rods und Leonard Cohens „Hey Thats No Way To Say Goodbye“ zur begeisternden und wirkungsvollen Hymne an den Glamour-Rock.
(space captain)

zum archiv

0 = zu kurz eingesetzt
1 = absoluter beginner, fußball-schuhe abgeben
2 = unterliganiveau
3 = ab auf die bank
4 = mehr recht als schlecht
5 = licht & schatten
6 = unterm strich ein plus
7 = ein lichtblick
8 = hut ab
9 = schneckerl, schau' her
10 = solche kicker braucht das land

notenschluessel courtesy of täglich alles.