Quarashi
Jinx
(Columbia/Sony)

„Wir sind die Band, die aus dem Nichts auftaucht, der ganzen Welt zuhört und dann eine Platte produziert“, sagt Sölvi Blondal, Autor, Produzent und Schlagzeuger hinter den Isländern Quarashi. Demnach muß das Quartett das neben Sölvi noch mit den Sängern und Rappern Hössi Olafsson, Steini Fjelsted und Omar Swarez heftig zur Sache geht in der Vergangenheit kräftig die Ohren gespitzt haben. Die krachende Melange ihres dritten Albums Jinx erinnert mit ihrem fetten HipHop, kratzenden Crossover-Gitarren, schnalzendem Funk, Dancefloor-Refrains und rotzigen Raps immerhin mehr als nur peripher an die Beasty Boys oder Rage Against The Machine. Jedenfalls fällt es schwer sich dem Gute-Laune-Effekt der zwölf Songs zu entziehen. Powersound der sowohl in Kopf als auch Beine geht und mit rockigen Stücken wie der Single „Stick `Em Up“, über schnell gerappte Groover „Tarfur“ bis zur smoothigen Technoballade für reichlich Abwechslung sorgt. So ist auch die stilistische Vielfalt der Nordländer Grundlage dieser vielversprechenden Produktion und möglicher Garant für weitere Erfolge.
(space captain)

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0 = zu kurz eingesetzt
1 = absoluter beginner, fußball-schuhe abgeben
2 = unterliganiveau
3 = ab auf die bank
4 = mehr recht als schlecht
5 = licht & schatten
6 = unterm strich ein plus
7 = ein lichtblick
8 = hut ab
9 = schneckerl, schau' her
10 = solche kicker braucht das land

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