AMON AMARTH
The Crusher
(Metal Blade)

Euphorische Rasanz am Schnittpunkt von Black Metal und Death Metal, verpackt in ein episch-kantiges Wikingerstahloutfit. Amon Amarth setzen mit ”The Crusher” auf ihre bewährten Corporate Identity: Massiver Drive, herrische Vocals, hymnische Melodien, Gitarren zwischen klirrender Kälte und Gluthitze. Das Album zeigt gleichzeitig den songwriterischen Reifeprozess dieser schwedischen Band, die am "No Mercy”-Festival in der Arena ihr talent als Live-Act beweisen konnte. Tracks a la ”Masters Of War” oder der potentielle Hit ”As Long As The Raven Flies” bieten ebenso differenzierte wie dynamische Kost einer Formation, die ihren Stil gefunden hat. Neben dem kompakten Teamwork und den transparenten Arrangements verdienen auch die Vocals des Johan Hegg Applaus: Der Mann tost sich die Seele aus dem Leib, auf das die Umgebung von jenem emotionalen Furioso mitgerissen wird. Die (manchmal etwas zu pathetischen) Lyrics passen perfekt zu jener Performance, welche sich übrigens ein weniger kitschoides Cover verdient hätte: Sie künden von unbeugsamen Helden, Schlachten, uralten Sagen und Mythen. Hier kommt derber Stoff als Seelenadrenalin gegen die letzten Ausläufer des Winters. Das Schiff von Amon Amarth segelt weiter, direkt zum Horizont.
(christian prenger)

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0 = zu kurz eingesetzt
1 = absoluter beginner, fußball-schuhe abgeben
2 = unterliganiveau
3 = ab auf die bank
4 = mehr recht als schlecht
5 = licht & schatten
6 = unterm strich ein plus
7 = ein lichtblick
8 = hut ab
9 = schneckerl, schau' her
10 = solche kicker braucht das land

notenschluessel courtesy of täglich alles.