Powderfinger
Odyssey Number Five
(Universal)

Wieder eine Gruppe vom Kontinent der Traumzeitwanderer, die den typischen Australien Rock bis in die Haarspitzen verkörpert. Leise unaufdringliche Töne von relaxter Laid-Back Power angetrieben machen Scheiben dieser Art so hörenswert. Weit entfernt von muffigen Vorstadtkneipen oder Skyscraper Szenarien mit ihren traumatischen Erfahrungen begeistern Powderfinger mit der richtigen Dosis Melancholie und eher anschmiegsamen Grooves. So dürfte das Quintett aus Brisbane nun auch bei uns mit ihrem vierten Album Odyssey Number Five den endgültigen Durchbruch geschafft haben. Auffällig vor allem die stabile Qualität der elf Songs. Da gibt es keine Durchhänger, keine krampfhaften Versuche mehr zu sein als man ist. So führt dann auch Sänger und Gitarrist Bernard Fanning zielsicher mit variabler anpassungsfähiger Stimme in ein Mystery Land von Liebesgeschichten, Selbstfindung und politscher Auseinandersetzung. Ein weiteres Erfolgsgeheimnis der Band ist sicherlich auch das Fehlen einer Leitfigur in dieser "Gruppe von Gleichen", das sich nun schon bald zehn Jahre (1992) bewährt hat. Verantwortlich dafür und weitere Kontinuität zeichnet sich US-Produzent Nick Di Dia, der schon Pearl Jam und Rage Against The Machine auf die Sprünge geholfen hat. Wer Powderfinger live sehen möchte hat am 21.4. in der Wiener Arena Gelegenheit dazu.
(space captain)

zum archiv

0 = zu kurz eingesetzt
1 = absoluter beginner, fußball-schuhe abgeben
2 = unterliganiveau
3 = ab auf die bank
4 = mehr recht als schlecht
5 = licht & schatten
6 = unterm strich ein plus
7 = ein lichtblick
8 = hut ab
9 = schneckerl, schau' her
10 = solche kicker braucht das land

notenschluessel courtesy of täglich alles.