The Jayhawks
Blue Earth
Ryko
(Rainy Day Music/American)

Voll auf ihre Kosten kommen im Frühjahr die Freunde des Alternative Country-Rock. Die Jayhawks – Repräsentanten der Generation von US-Rockbands, die sich ab Mitte der 80er Jahre auf die Wurzeln des R & B, Country und Rock’n’Roll besinnt – erfreuen gleich mit zwei Alben.
Ryko holt das 1989er Blue Earth plus drei previously unreleased aus der Schublade. 1988 steht die Gruppe kurz vor dem Aus. Der schwere Autounfall des Gitarristen Gary Louris, interne Probleme und sinkende Plattenumsätze sorgen für Instabilität. Neue Perspektiven ergeben sich aber Ende 1988. Das Label Twin Tone (Replacements, Soul Asylum) veröffentlicht Demos unter dem Namen Blue Earth. Die Nachfrage steigt wieder und nach Louris‘ Genesung wechselt die Band ins Profilager.


Mit dem aktuellen Werk Rainy Day Music knüpft die 1985 von Mark Olson in Minneapolis gegründete Band an ihre große Country-und Folk-Tradition an. Ohne Olson, aber mit Gründungstrio Gary Louris (voc, guit), Tim O’Reagan (voc, guit, drums) und Marc Perlman am Baß kompletieren Stephen McCarthy ( steel) und Ethan Johns (acoustic guit, drums, organ) den harten Kern. Weiter mit dabei u.a. Eagle Bernie Leadon und die Promi-Kids Chris Stills (Steven) und Jakob Dylan (Bob). Mit verantwortlich zeichnet sich Producer Rick Rubin, der zuletzt mit Audioslave (Soundgarden, RATM) in der etwas härteren Gangart unterwegs war.
Kein Wunder, daß mit Rainy Day Music Americana vom feinsten präsentiert wird und sich die Jayhawks einmal mehr als Link zwischwn Gram Parsons und späteren Gruppen wie Uncle Tupelo oder Wilco definieren.
(space captain)

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0 = zu kurz eingesetzt
1 = absoluter beginner, fußball-schuhe abgeben
2 = unterliganiveau
3 = ab auf die bank
4 = mehr recht als schlecht
5 = licht & schatten
6 = unterm strich ein plus
7 = ein lichtblick
8 = hut ab
9 = schneckerl, schau' her
10 = solche kicker braucht das land

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