Nasty Savage
 
Wage Of Mayhem
(massacre records)
 
 Wieder eine Band, die nach vielen Jahren von den Toten aufersteht. Nasty Savage spielten Anfang/Mitte der 80er eine ziemlich bedeutende Rolle in der Wegbereitung des Genres Thrash-Metal, allerdings verschwandem sie nach kurzer Zeit wieder. Ihre 1 1/2 Platten erreichten trotzdem Kultstatus, was vielleicht auch an der aussergewöhnlichen Frontfigur namens "Nasty Ronnie" gelegen haben mag. Der schaffte er nämlich, mit äußerst provokanten und geschmacklosen Photos, auf denen er entweder blutverschmiert oder mit spärlich bekleideten Halbschönheiten auftrat, seine Band für die Rockjournaillie interessant zu machen. Da blieb wahrlich kein Klischee unbedient - und davon soll es in der Rockmusik ja einige ge(ge)ben (haben).
 
Nasty Savage anno 2003 klingt eigentlich kaum anders als vor fast 20 Jahren. Der Bedeutung des Wortes "Thrash" wird hier vollends Genüge geleistet. Der Sound poltert so richtig schön vor sich hin, "Nasty Ronnie" sieht immer noch aus wie ein Vorzeige-Wrestler (das hat er auch vor 20 Jahren schon gemacht), und diesmal soll das Gastspiel länger dauern. "Wage Of Mayhem" bietet vier neu eingespielte Songs vom legendären DEMO der Band, ergänzt durch zwei neue Kompositionen, die sich glücklicherweise kaum vom überarbeiteten Material unterscheiden. Viel Spass beim Entdecken der Wegbereiter!
(mr. blackwell)

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0 = zu kurz eingesetzt
1 = absoluter beginner, fußball-schuhe abgeben
2 = unterliganiveau
3 = ab auf die bank
4 = mehr recht als schlecht
5 = licht & schatten
6 = unterm strich ein plus
7 = ein lichtblick
8 = hut ab
9 = schneckerl, schau' her
10 = solche kicker braucht das land

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