Monomorph
Departure can wait
(Nature Records)

Aus Rom kommt nach längerer Absenz wieder ein kräftiges Lebenszeichen. D' Arcangelo wird uns mit seiner >engine ep< für alle Zeiten bestewns in Erinnerung bleiben. So wichtig und wegweisend war dieser Release im letzen Jahr, daß die Spannung, was wohl als nächstes kommt, fast unerträglich wurde. Kurzum! Das Warten hat sich gelohnt. D' Arcangelo liefert mit >Departure can wait< sein bislang wohl reifstes Album ab. Das Liebäugeln mit Synthpop Patterns der frühen 80er ist zwar geblieben, aber ein bißchen in den Hintergrund geschoben. Klare Rhythmusstrukturen dominieren weiteste Strecken des Hörgenusses. Da ist kein einziger schlechter Track drauf. Ich frage mich schon ernsthaft, ob er ein klassische Ausbildung hat, so wie hier Harmoniegefüge betrieben wird, liegt dieser Schluß nahe. Die Songs dauern lange und sind superb aufbereitet, nicht eine 10tel Sekunde Fadesse macht sich breit. Dort, wo Jegas >Geometry< zu technokratisch hölzern und eckig wird, breitet D'Arcangelo seine Flügel (Hände) aus und beschert dem aufmerksamen Audiophilen ein wahres Kaleidoskop seiner Musik, eigenständig, inspiriert und klassisch im Sinne der >intelligent series<. Schwer zu kriegen aber irire gut. Besondere Empfehlung!
(ernstl)

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0 = zu kurz eingesetzt
1 = absoluter beginner, fußball-schuhe abgeben
2 = unterliganiveau
3 = ab auf die bank
4 = mehr recht als schlecht
5 = licht & schatten
6 = unterm strich ein plus
7 = ein lichtblick
8 = hut ab
9 = schneckerl, schau' her
10 = solche kicker braucht das land

notenschluessel courtesy of täglich alles.