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Bereits der 20-minütige Eröffnungstrack "Zeigefinger" verlangt dem Hörer alles ab, vergehen zwischen den Einsätzen von Piano und Schlagzeug doch gleich einmal ein paar Minuten. Selbst für eingefleischte Bohren-Fans heißt es sich erst mal neu zu orientieren, denn auch wenn "Midnight Radio", "Sunset Mission" und "Black Death" den Weg klammheimlich vorgezeichnet haben, mit einer derartigen Reduktion sah man sich bis dato noch nie konfrontiert. Wer auf wenn schon nicht beschwingten, dann doch zumindest abgehangenen Barjazz hofft, der sich bei hysterisch flackernden Stroboeffekten an Angelo Badalamenti reibt, ist bei "Geisterfaust" jedenfalls an der falschen Adresse. Diese Platte ist Doom-Metal in Urform, das nicht um fünf Halbtöne heruntergestimmte Pendant zu Winters "Into Darkness". Mit "Geisterfaust" zeigen Bohren und der Club of Gore es all jenen, die schon beim Vorgänger meinten, jetzt wäre das Maximum an Langsamkeit endgültig erreicht. Zäher als jedes Todesblei, liefert einem diese Platte einen ersten Vorgeschmack wie sich die Ewigkeit im Fegefeuer anhören könnten. Nicolas Ossberger |