Epica
Consign to Oblivion
(Transmission Records)


Nach der Abwanderung einstiger Vorreiter wie Nightwish und Within Temptation in weitaus poppiger Gefilde, dürften die Niederländer Epica auf dem besten Wege sein sich als eine der führenden Acts am Markt zu etablieren.

Ihr Debütalbum "The Phantom Agony" versprühte Spielfreude am laufenden Band, weshalb man gespannt der Veröffentlichung von "Consign to Oblivion" entgegenblicken konnte.

Vom im Genre des symphonischen Metals mittlerweile fast schon zur Tagesordnung gehörenden Trend, nach dem ersten größeren Erfolg sofort die Metal-Flinte ins Korn zu werfen und stattdessen direkt Kurs auf die Charts zu nehmen, blieben Epica bis dato erfreulicherweise noch verschont.

Das verdächtig Star Wars-lastige Intro "Hunab K'u" zeichnet den allgemeinen Weg vor und schon der nachfolgende Track "Dance of Fate" bestätigt: bei Epica werden Bombast und Nackenstarre noch großgeschrieben.

Ein qualitativer Abfall zum Debüt ist jedenfalls nicht auszumachen, die Songs vereinen nach wie vor Metal-Elemente mit klassischen Themen. Das mag angesichts der inflationären Marktschwämme ähnlich gearteter Bands nicht unbedingt nach Originalität riechen, dementsprechend verdient katapultieren sich Epica mit "Consign to Oblivion" in den Kreis der die Regel bestätigenden Ausnahmen.

Nicolas Ossberger