Qntal
Qntal IV - Ozymandias
(E-Wave)


Qntal gehen mit "Ozymandias" auch im vierten Durchgang unbeirrt ihren Weg der da lautet Altertümliches mit Modernen zu verbinden, ohne dabei auf irgendwelche Szenebefindlichkeiten zu schielen. Das hat den Vorteil, dass ihre Songs stets angenehm unprätentiös daherkommt und die "Wo ist der Out of Line-Beat?"-Fraktion von vornherein exkludiert.

Wenn man dem deutschen Trio etwas unter die Nase reiben kann, dann ist es der Umstand, dass sich ihr Sound im Laufe der letzten Jahre keinen Millimeter weiterentwickelt hat. Das ist schön für all jene die beim Kauf einer Qntal-CD keine Abweichungen vom Protokoll wünschen, über die volle Distanz entwickelt das Material jedoch einen gewissen Einheitsbreieffekt.

Das mag angesichts der Hintergrundbeschallungsqualitäten der neuen Platte zwar durchaus seine Berechtigung haben, ein Zeichen elaborierter Songschreiberkunst ist es jedoch nicht. Es gestaltet sich dementsprechend schwer aus dem fünfzehnbändigen Konvolut einzelne Stücke wirklich hervorzuheben.

Dominiert von der Stimme Syrahs und dem äußerst einheitlich gehaltenen Electro-Teppich von Philipp Groth, geht das von Michael Popp forcierte, folkloristische Element leider phasenweise vollends verloren. Was schade ist, konnten Qntal in der Vergangenheit doch gerade durch ihr multikulturelles Soundspektrum punkten.

Was übrig bleibt, ist ein gefälliges Album ohne große Höhepunkte, das Qntal-Fans ohne mit der Wimper zu zucken ins Herz schließen können. Darüber hinaus, hat "Ozymandias" leider nicht allzu viel zu bieten.

Nicolas Ossberger