Queens of the Stone Age
Lullabies to Paralyze
(Interscope)


Manchmal lernt man ja tatsächlich erst etwas wirklich zu schätzen, wenn es nicht mehr da ist. Im Falle der Queens of the Stone Age und ihres neuen, vierten Studioalbums "Lullabies to Paralyze" hat dieses gewisse Etwas zwei Namen: Nick Oliveri und Dave Grohl.

Trotz der kontinuierlichen Steigerung, vom Debüt über "Rated R" bis hin zum Überwerk "Songs for the Deaf", musste klar sein, dass auch Josh Homme nicht davor gefeit war, einmal ein etwas schwächeres Werk abzuliefern. Nun, dieser Augenblick scheint mit "Lullabies to Paralyze" nun gekommen.

Das Album ist selbstredend weit davon entfernt als Enttäuschung durchzugehen, zum ersten Mal beschleicht einem bei einem neuen Queens of the Stone Age Album jedoch das Gefühl, das da mehr sein sollte - mehr Power, mehr Weirdness, mehr Gefährlichkeit, allesamt Attribute, die man bei "Songs for the Deaf" noch besagten Ex-Wüstenköniginnen zu Gute hielt.

"Lullabies to Paralyze" besitzt sämtliche Versatzstücke einer großen Platte ("Everbody Knows That You Are Insane", "The Blood is Love"), am Stück gehört entkommt man den so zahlreich wie nie zuvor vorhandenen Lückenfüllern jedoch nicht.

Nicolas Ossberger