Fuel
Something Like Human
(Epic/Sony)

Es riecht förmlich danach, mit ihrem zweiten Album Something Like Human sollte Fuel der endgültige Durchbruch gelingen. Kaum eine andere junge Gruppe entspricht dem Begriff moderne Rock Band so wie das innovative Quartett aus Pennsylvania. Schon das 98er Debüt Sunburn mit seiner Mischung aus beseelt brutalem Gitarrenfeuerwerk und nuancierter Melodik eroberte No.1 bei Billboard und ließ die Fachwelt aufhorchen. Nun stürmt das neue Werk in unsere ohnehin überspezialisierten Fachkategorien und Kriterien, bietet nicht wirklich Neues, ist aber ansatzweise richtig große Musik. Dank der professionellen Produktionsarbeit von Ben Grosse (Filter, Vertical Horizon) ist in die Aufnahmen eine gewisse Reife eingeflossen, die der Vorgänger noch vermissen ließ. Dominiert werden die zwölf Songs von verzerrten Gitarren, düster-schrägen Gesangseinlagen, kraftvollen Instrumentalwällen und Orchestralschüben. Dazwischen, stimmig verpackt, melodisch eingängige Lieder, stilsicher instrumental getragen: Carl Bell (Guitar), Jeff Abercombie (bass), Kevin Miller (drums), und vom eigenwilligen Gesang Brett Scallions beherrscht. Ein gelungener Versuch, dem gerade die Anhäufung von lässiger, fast nebenbei entstandener musikalischer Brillianz und dezent eingestreuten technischen Spielereien neue Perspektiven eröffnet.
(space captain)

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0 = zu kurz eingesetzt
1 = absoluter beginner, fußball-schuhe abgeben
2 = unterliganiveau
3 = ab auf die bank
4 = mehr recht als schlecht
5 = licht & schatten
6 = unterm strich ein plus
7 = ein lichtblick
8 = hut ab
9 = schneckerl, schau' her
10 = solche kicker braucht das land

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