Kulisch & Vana
Indian Masala Mix Vol.1
(Ecco.Chamber / Hoanzl)

Als Mitte der 90er London in einen Anbiederungsstadel seiner liebenswürdig Unterworfenen verwandelt wurde und alle auf ohhhh so gemeinsam und sensitiv machten, war es fast schon unheimlich. Die Qualität, die mitunter vom Ursprungsland zu uns herübergespült wurde. Übriggeblieben ist nur Meister Talvin Singh und sein beständiger Circle. Madonna, Inxs oder Bowie haben sich so oder so davon entefernt. Bei der Scheinheiligen ists sogar gerade der Gegenpol, die rechtslastige Konservative. Nix mehr mit weltoffen.
Die machen ja in Indien mehr Filme als Holywood. Ganz Intelligente folgerten daraus, daß es schier unendlich viel Filmmusik dort geben müßte. Recht so. Genauso wie bei uns. Mal straight, mal abgedreht.
Kollege Kulisch ist auf dem Gebiet tatsächlich bewandert und hat da eine durchaus sinnvolle Vison verwirklicht. Grundstock Originale, dazu eine Portion Bearbeitung, gegebenfalls eine Prise Remix. Mit Gefühl handverlegt... inspiriert, wie man so sagt.
Falls Herr Kulisch mal in ihrerer Gegend so etwas zelebrieren sollte, lassen Sie mal die Räucherstäbchen im Köcher und gehen Sie mit offenen Ohren und vollem Herzen hin.
(shorty)

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0 = zu kurz eingesetzt
1 = absoluter beginner, fußball-schuhe abgeben
2 = unterliganiveau
3 = ab auf die bank
4 = mehr recht als schlecht
5 = licht & schatten
6 = unterm strich ein plus
7 = ein lichtblick
8 = hut ab
9 = schneckerl, schau' her
10 = solche kicker braucht das land

notenschluessel courtesy of täglich alles.