Burnt Friedmann
Plays Love Songs
(Nonplace)

Bernd "Burnt" Friedmann ist einer der Männer der Stunde am Sektor der elektronisch orientierten Musik (Wo bleiben die Frauen?). Nach seinen jazzorientierten Arbeiten mit Atom Heart als Flanger, dem exzellenten Minimal-Dub Album mit den Nu Dub Players, dem luftigen Latin-Album Con Ritmo und einer ständig anwachsenden Diskographie legt der deutsche Musiker auf "Plays Love Songs" - dessen Titel nicht als Interpretation von Standards mißverstanden werden sollte - kuriose Alltagsgeschichten ("It Hurts!"), Betrachtungen über das Leben ("Tongs Of Love"), Field Recordings aus Melbourne und allerlei andere Zutaten über ein abwechslungsreiches Muster aus Elektronik, Jazz, Orgelgrooves und romantischen Tupfern von Gitarre und Analogsynthesizer. Ein abwechslungsreiches Album im besten Sinn, da es trotz der vielen verwendeten Elemente ein übergeordnetes und treffend musikalisch formuliertes Thema hat, nämlich eben die Liebe. Und um genau zu sein, die Liebe in und für die Musik an sich. Im Booklet wird Andy Warhol zitiert: "The acquisition of my tape recorder really finished whatever emotional life i might have had, but i was glad to see it go... Nothing was ever a problem again, because a problem just meant a good tape." "Plays Love Songs" ist ein heißer Anwärter, einmal eines dieser Tapes zu sein und wird mit seinem Facettenreichtum, der jedoch trotzdem nicht an Fokus mangelt, bestimmt nicht so bald langweilig. (michael lachsteiner)

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0 = zu kurz eingesetzt
1 = absoluter beginner, fußball-schuhe abgeben
2 = unterliganiveau
3 = ab auf die bank
4 = mehr recht als schlecht
5 = licht & schatten
6 = unterm strich ein plus
7 = ein lichtblick
8 = hut ab
9 = schneckerl, schau' her
10 = solche kicker braucht das land

notenschluessel courtesy of täglich alles.