The Flaming Lips
Yoshimi Battles The Pink Robots
(Warner)

Waren es auf Oh, My Gawd! noch Klassik-Hits von Bach und John Lennon Original-Sätze, wird nun gleich beim Opener Alt-Barde Cat Stevens eingesampled. Danach bewundernswerte Vielfalt zwischen Folk und Free-Piano. Wie immer passen die Lips in keine der herkömmlichen Rubriken, was auch nicht verwundert. Denn einmal mehr zieht Mercury Rev´s Dave Fridman die produktionellen Fäden. Expressiver Rock aus Oklahoma, geprägt von impressionistischen Elementen. Während Wayne Coyne seine Stimme in höchste Lagen schraubt, wechseln bizarre Gitarrenrock-Offensiven mit traditionellen Songstrukturen. Klassische Popsongs kollidieren mit New Yorker Art-Noise-Konzepten. Wenn "It´s Summertime" mit seinem dubigen Bass in sinfonische Sphären entschwindet oder "Do You Realize??" an outgespacte Lovin´ Spoonful erinnert, ist die Popwelt dank intelligenter Lips-Melodien wieder in Ordnung. War es beim Intro Stevens, so wird beim Outro den Fab Four im besonderen Lennon und den Unterwasser-Arrangements von Yellow Submarine gehuldigt. Yoshimi Battles The Pink Robots wird zur Symbiose von psychedelischem Computersound und spacigen Poprhythmen. Zwanzig Jahre Flaming Lips - zeitlos und einzigartig.
(space captain)

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0 = zu kurz eingesetzt
1 = absoluter beginner, fußball-schuhe abgeben
2 = unterliganiveau
3 = ab auf die bank
4 = mehr recht als schlecht
5 = licht & schatten
6 = unterm strich ein plus
7 = ein lichtblick
8 = hut ab
9 = schneckerl, schau' her
10 = solche kicker braucht das land

notenschluessel courtesy of täglich alles.