Ministry
Sphinctour
(Sanctuary, SPV, Edel)

Die großen Zeiten Ministrys sind seit gut 10 Jahren vorbei. Was Al Jourgensen während seiner kontrollierten Drogensüchte nach "Psalm 69" produziert hat, ist eigentlich keiner ausführlicheren Erwähnung würdig. Das weiß die Band offensichtlich auch selbst, daher verwundert es auch kaum, dass auf "Sphinctour" keine neueren Stücke zu finden sind. Die Fans bekommen live und CD-konserviert, was sie wirklich hören wollen, summa summarum elf Tracks von drei Alben, davon jeweils fünf von "Filth Pig" und "Psalm 69" (darunter natürlich "Just One Fix", "NWO") sowie "Thieves" von "The Mind Is A Terrible Thing To Taste" und einige andere Klassiker aus den Glory Days of Industrial. Und auch wenn die Hörerin auf "Burning Inside" und "Jesus Built My Hotrod" verzichten muss, stellen Ministry klar, dass trotz lauer, Studioproduktion der nahen Vergangenheit eine Band auf der Bühne steht, neben der jede Neu- und Altmetall-Combo aussieht wie eine Zusammenrottung asylsuchender Flüchtlinge aus einem Ministrantensommerlager. (8/10) Niko Alm

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0 = zu kurz eingesetzt
1 = absoluter beginner, fußball-schuhe abgeben
2 = unterliganiveau
3 = ab auf die bank
4 = mehr recht als schlecht
5 = licht & schatten
6 = unterm strich ein plus
7 = ein lichtblick
8 = hut ab
9 = schneckerl, schau' her
10 = solche kicker braucht das land

notenschluessel courtesy of täglich alles.