BOB DYLAN
Love and Theft
(Sony)

Robert Allen Zimmermann ist schon jenseits der Vierzig. Und wenn er nochmals einen Rappel hat, einen Zahn bei den Sessions zulegt, könnte er sein aktuelles Alter von Sechzig mal egalisieren. Zu wünschen wäre es ja, wenn der Level so hoch bleibt. Mit schmalen Oberlippenlippenbärtchen und großer Klasse zieht er auf seinem 43. Album wieder mal Songperlen (Floater, Moonlight, Bye and Bye,...) aus dem Hut, dass man meinen könnte, alles Astralwissen dieser Kunst hat sich aus tausend Sonnen auf sein Haupt strahlend gebündelt. Über New Orleans und Mississippi zu echten Countryroots sinnierend. Dazu Larry Camphell oder ein Charlie Sexton an den 6-Strings (erinnert sich noch jemand, als der 17jährig Billy Idol Konkurrenz machte?), Augie Meyers an den Keys Deutlich besser gelaunt als auf einer seiner besten Fünf, "Time out of mind” von 1997, kommt er nicht ganz an diese unglaubliche Tiefe heran, die einem Angst vorm Testament machte. Doch wie später mal zu erfahren war, war er in einer relaxten extended Version während der Aufnahmen mit der puppig vollen Raquel Welch zu Gange. Und nachher war er dann totkrank. Die Moral? "I might not be a good lawyer to be a funeral mantra. Well I cried for ya. Now it’s your turn. You can cry a while”
(shorty) 9

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0 = zu kurz eingesetzt
1 = absoluter beginner, fußball-schuhe abgeben
2 = unterliganiveau
3 = ab auf die bank
4 = mehr recht als schlecht
5 = licht & schatten
6 = unterm strich ein plus
7 = ein lichtblick
8 = hut ab
9 = schneckerl, schau' her
10 = solche kicker braucht das land

notenschluessel courtesy of täglich alles.