EELS
Souljacker
(Dreamworks / Universal)

Vom 1992er Solodebut des Mark Oliver Everett "A Man called E." zum nun sechsten Longplayer wars nur ein kurzer Weg. Denkt man. Dabei hatte Mr. E eine ziemliche Durststrecke bis zum Millionseller "Beautiful Freak", dem ersten Album, das auf "Dreamworks" erschien. Als es dann zu laufen schien, war das Leben gar nicht nett zu ihm und nahm ihm zwei seiner Liebsten. Seine starke Mutter (Krebs) und seine Schwester (Suizid), die ihm Musik nahegebracht hatte. Der Nachfolger war demnach. Erst mit "Daisies of the Galaxy" war auch der Vibe wieder da, dafür groß. Und verkannt. Und nun geht’s wieder verquerer. Äußerlich hat er sich sein Gesicht zuwachsen lassen (zeitlich kommt das ziemlich für unsere Freunde über dem Teich) und musikalisch ist die Leichtigkeit wieder mittels dunklen Tönen an den leicht beschwingten Rand verschoben. Man könnte sagen, sie haben den Lo-Fi qualitativ angehoben und dabei – unbestritten – ihren ganz eigenen Sound gefestigt. So slick und präzise im Songwriting bringen das nur Wenige. Wim Wenders paßt als Videomacher, der gute Butch sitzt am Schlagwerk, but in the end it’s all just his greatness Mr.E. ohhhhhhyeahh!
(shorty) 7

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0 = zu kurz eingesetzt
1 = absoluter beginner, fußball-schuhe abgeben
2 = unterliganiveau
3 = ab auf die bank
4 = mehr recht als schlecht
5 = licht & schatten
6 = unterm strich ein plus
7 = ein lichtblick
8 = hut ab
9 = schneckerl, schau' her
10 = solche kicker braucht das land

notenschluessel courtesy of täglich alles.