Substitute – The Songs of The Who
(Edel)

"Who?” "Wer?” "The Who!” "Ahhhso, das sind so taube Opas, nicht? Kenn ich aber nicht wirklich."
Bob Pridden ist ein netter älterer Herr, der es nicht gewohnt ist, Interviews zu geben. Gibt er aber. Denn der Umstand , dass seine Who nicht mehr so recht im Allgemeinwissen der Jugend verankert sind, stört ihn weit mehr. Der Jugend, wohlgemerkt. Denn die ab und dann passierenden Konzerte der Altherrenkombo, die irgendwann vor ewiger Rock’n’Roll Zeit mal Speerspitze einer Lebenshaltung waren, sind stets gut besucht. Übrigens: Mr. Pridden ist seit über 30 Jahren der Livesound Techniker der Die Wer.
Was also tun? Der Plan stand schon länger im Raum, aber wie war es umzusetzen. Nach Beratschlagung mit seiner 25jährigen Tochter stellte Pridden einfach mal Regeln auf, die er später für uns nochmals so formulierte:"
  • Das Image der Who musste für sich selbst stehen dürfen.
  • Es sollten Musiker sein, die unter dem Einfluß der _ aufgewachsen waren.
  • Es sollte von beiden Seiten des Atlantiks sein.
  • Das Material sollte so alt wie möglich sein, auf jeden Fall vor 1978.
  • Keine Compressions bei den Aufnahmen
  • Der Soundmix soll heavy und offen sein. Denn auch die Musik war immer heavy."

Und mit ein bißchen Nachdenken wäre ich auch auf ein paar Bands gekommen, die sich da ja geradezu aufdrängen. Von den Staaten waren Unamerican als Support der Who Tour Fixstarter, Phish als Retrorocker eine Einserbank und Pearl Jam waren sowieso Wunschkanditat. Sheryl Crow und Fastball stören weiter auch nicht. Und von der Insel kamen Cast, Stereophonics (Kelly Jones durfte auch solo live dabei sein), Noel Gallagher (hat dann wieder ausgelassen) oder Ocean Colour Scene dazu. Über die kam dann auch Paul Weller ( OCS sind seine Hausband) auf den Plan, über den auch Bowie wiederum ins Spiel kam. Beide baten darum, dabei sein zu dürfen. Pridden, ganz Brite:" Wenn einen solche Leute um etwas bitten, gebietet es einem schon die Ehre, sie nicht abzuweisen." Recht hat er. Paulchen "kommt wie in seinen Jugendtagen" rüber und David Jones aka Bowie ist sowieso "einer der erstaunlichsten und wandlungsfähigsten Musiker überhaupt". Mal so nebenbei: "The Real Me" war damals von W.A.S.P. um einiges massiver als von Fastball und für den möglichen zweiten Teil würde ich mich gern schon mal für "Boris The Spider" melden.
"Substitute me for him
Substitute my coke for gin
Substitutre you for my Mum
At last I’ll get my washing done”

(shorty) 10 für die Idee, 7 fürs Ergebnis

zum archiv

0 = zu kurz eingesetzt
1 = absoluter beginner, fußball-schuhe abgeben
2 = unterliganiveau
3 = ab auf die bank
4 = mehr recht als schlecht
5 = licht & schatten
6 = unterm strich ein plus
7 = ein lichtblick
8 = hut ab
9 = schneckerl, schau' her
10 = solche kicker braucht das land

notenschluessel courtesy of täglich alles.