Ursula Rucker
Supa Sista
K7/Zomba

Ursula Rucker, ein Star ohne Allüren, Popularität frei von Berührungsängsten, künstlerische Freischaffenheit deren Grundlagen auf Können und sympathischer Ausstrahlung beruhen. Die Sängerin, Musikerin, Journalistin und Poetin aus Philadelphia, in den letzten Jahren durch Gastauftritte bei The Roots, 4 Hero, Josh Wink und den Silent Poets von sich reden machend, hat nun mit ihrem Debüt Supa Sista nicht nur in Fachkreisen für einiges Aufsehen gesorgt. Mit dieser eigenwilligen Mixtur aus Jazz-, Soul-, Funk-, House- und Electronic-Elementen, dabei unterstützt von ihrer hervorragenden Band, hatte die Mutter zweier Kinder bei ihrem Live-Auftritt im stimmungsvollen Wiener Flex auch die letzten Zweifler schnell in ihren Bann gezogen. Auch wenn sie in ihren Gedichten die oft graue Realität von Eindrücken und Erfahrungen im Amerika des Jahres 2001 ausleuchtet, geschieht das nie in schlechte Laune verbreitenden Moralpredigten. Ganz im Gegenteil, wie die arabischen Geschichtenerzähler vermag die Asphalt-Poetin ihre geträumten und erlebten Bilder in kaleidoskopartigen Stories zusammenzuknüpfen und so lyrisch/musikalisch neue Maßstäbe zu setzen. Mit asketisch raumfüllenden Grooves, Regenbogenbrücken zwischen Chamber-Jazz und Hip-Trip Hop gelingt es der Supa Sista ihre ganz persönliche eigenwillige Form von R&B zu kreieren. Beeindruckend wie immer wieder, die Klarheit der Linie ihren Weg durch das verwobene Rhythmus-Geflecht findet und alles so einfach erscheinen läßt. Concrete Jungle auf den Kontrapunkt gebracht. Der Weg ist das Ziel.
(space captain)

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0 = zu kurz eingesetzt
1 = absoluter beginner, fußball-schuhe abgeben
2 = unterliganiveau
3 = ab auf die bank
4 = mehr recht als schlecht
5 = licht & schatten
6 = unterm strich ein plus
7 = ein lichtblick
8 = hut ab
9 = schneckerl, schau' her
10 = solche kicker braucht das land

notenschluessel courtesy of täglich alles.