Stratovarius
Elements pt. II"
(nuclear blast)
 
Vor fast fünfzehn Jahren veröffentlichte dieses Quintett aus Finnland seine erste Platte .... dazwischen liegen zahlreiche Publikationen, die die Band fest in der Welt der harten Musik verankert haben. Geschickt wurden Stile kombiniert, ohne jemals die Wurzel, die da "heavy metal" heisst, zu verleugnen. Gelernt hat man sein Handwerk offenbar bei oftmaligem Headbanging zu einigen Grössen der 80er (die es aber allesamt heute noch gibt), wie z.B. Iron Maiden, Queensryche oder Helloween (die haben es vor allem dem Sänger von Stratovarius angetan). Plagiat ist das hier allerdings keineswegs. Stratovarius sind in jeder Beziehung eine moderne Metal-Formation, die auch vor moderner Studiotechnik nicht zurückschreckt, und damit kann es sich schon mal nicht um zwanghaften Purismus handeln. Klischees werden nämlich maximal im Detail bedient, hier das Powerchord-Riff, da die "klassische" Double-Bass, mal dort den "WummerWummer" - Bass und natürlich auch Vocal-Passagen nahe am Kreischen. Die wahre Stärke der Band liegt aber absolut im Songmaterial. Das hebt sich hier deutlich vom dichten Mittelstand ab und strebt Richtung Oberliga.  
 
"Elements pt. II" ist auch aus einem anderen Grund durchaus sympathisch. Endlich mal wieder eine Neuerscheinung, deren Spielzeit nicht 72 Minuten plus einem "enhanced Videoclip" beträgt. Ganz im Stile eines überschaubaren Hörgenusses werden hier 50 Minuten Musik ohne jegliche Pausenfüller geboten. Bravo. 
(mr.blackwell)

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www.stratovarius.com
www.nuclearblast.de

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0 = zu kurz eingesetzt
1 = absoluter beginner, fußball-schuhe abgeben
2 = unterliganiveau
3 = ab auf die bank
4 = mehr recht als schlecht
5 = licht & schatten
6 = unterm strich ein plus
7 = ein lichtblick
8 = hut ab
9 = schneckerl, schau' her
10 = solche kicker braucht das land

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