Anita Lane
Sex O’ Clock
(Mute Records / Virgin)

Die Chanteuse aus dem Umfeld von Nick Cave & The Bad Seeds legt mit "Sex O’ Clock", produziert von Mick Harvey, Bandmember der Bad Seeds, ihr mittlerweile drittes Album vor und wird nun hoffentlich auch mit ein wenig Aufmerksamkeit und vielleicht sogar Erfolg bedacht. Thematisch kreisen die 10 Stücke (davon eine Coverversion von Gil Scott Herons’ "Home Is Where The Hatred Is" und das adaptierte Traditional "Bella Ciao") um - siehe Albumtitel - Sex als Deckmäntelchen bzw. Spiegel für das Innenleben von Beziehungen, während der musikalische Background sich aus Anklängen an Nick Cave, Disco-Loops, Orgel-Funk und von Bertrand Burgalat arrangierten Streichern zusammensetzt. Anita Lane flüstert und haucht mit der Kleinmädchenstimme, die Kylie Minogue wahrscheinlich so gerne hätte und verspricht "I’ll just make love to the next man that i see", sucht einen Platz "Where I Can Do The Kamasutra" und erzählt von "The Petrol Woman". Soweit so gut, enthielte das kindlich-erotische Timbre der Dame nicht auch den einen oder anderen Faktor, der zu nerven weiß. Wie auch bei den ersten beiden Alben gilt auch hier: Schön in kleinen Dosierungen und insgesamt sehr empfehlenswert, aber ein ganzes Album am Stück durchzuhören ist vor allem Beziehungskisten-Allergikern nicht zu empfehlen.
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0 = zu kurz eingesetzt
1 = absoluter beginner, fußball-schuhe abgeben
2 = unterliganiveau
3 = ab auf die bank
4 = mehr recht als schlecht
5 = licht & schatten
6 = unterm strich ein plus
7 = ein lichtblick
8 = hut ab
9 = schneckerl, schau' her
10 = solche kicker braucht das land

notenschluessel courtesy of täglich alles.