Megashira
At Last
(INFRACom! Records / Soul Seduction)

4 Jahre nach ihrem Debutalbum "Zero Hour" gibt das Breakbeat-Projekt aus dem deutschen Hanau nun wieder ein Lebenszeichen von sich. 1997 überraschte Megashira mit ihrer live gespielten Variante des damals omnipräsenten Drum’n’Bass und lenkte die Aufmerksamkeit der internationalen Breakbeat-Szene verstärkt in deutsche Lande. An der Schnittstelle von Live-Instrumentalisierung und computerarrangierter Programmierung wird auch nach wie vor gearbeitet - alle Instrumente wurden live eingespielt und anschließend digital arrangiert. Wie schon aus dieser Arbeitsweise zu schließen ist, geht die Band mit Sorgfalt und Bedacht vor - und das betrifft natürlich nicht nur die Instrumentierung, sondern in hohem Maß die musikalische Struktur des Albums. Traditioneller Drum’n’Bass mit seinen charakteristischen Mustern wurde weitgehend ausgelassen, die Stücke des Album bewegen sich in einer dem Jazz entlehnten Haltung, die sich subtil mit dem Aufbau und der Architektur von Melodien im Wechselspiel mit Rhythmus auseinandersetzen. So entstand ein unaufgeregtes Stück Musik, das all jenen sicher Freude bereiten wird, denen schon immer der musikalische Kern einer Sache wichtig war und oberflächliche Effekthascherei ein Greuel ist.
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0 = zu kurz eingesetzt
1 = absoluter beginner, fußball-schuhe abgeben
2 = unterliganiveau
3 = ab auf die bank
4 = mehr recht als schlecht
5 = licht & schatten
6 = unterm strich ein plus
7 = ein lichtblick
8 = hut ab
9 = schneckerl, schau' her
10 = solche kicker braucht das land

notenschluessel courtesy of täglich alles.