Orchestra Terrestrial
Orchestra Terrestrial
(Die Stadt DS 40)

Elektronik-Pionier, Industrial-Mitbegründer und unermüdlicher Erfinder immer neuer Pseudonyme für seine Veröffentlichungen - Richard H. Kirk macht nach seinen letzten, stark Rhythmus-orientierten Arbeiten unter den Namen Sandoz, Eletronic Eye, Al Jabr und Blackworld wieder Station in ruhigeren, kontemplativeren Gefilden. Und die von Naked Art und Designers Republic designte und auf 1000 CD’s (546 dürften schon weg sein) limitierte Edition auf dem deutschen Label "Die Stadt" besticht aber natürlich nicht nur mit der sehr gelungenen optischen Gestaltung. Ein wenig an "Virtual State" - sein 93er Album auf Warp Records - erinnernd, nimmt sich Kirk alle Zeit und allen Raum, den er für die Ausbreitung seiner Stücke braucht. Beats haben nur wenig bis gar keinen Platz und werden meist auch gar nicht benötigt - die Melodieschnipsel und Bleeps werden von subtil gesetzten Flächen verbunden und halten die Spannung der Stücke mühelos auch über längere Distanzen. Eingespielt auf analogen Geräten, schafft "Orchestra Terrestrial" eine urbane und warme Variante von Ambient, die kitschige Elemente auslässt und mit gelegentlichen Anleihen an die Strukturen klassischer Musik arbeitet. Manchmal erinnert das Album auch an Brian Eno’s Ambient-Exkurse, bleibt aber immer unverwechselbar Kirk. Parallel zur CD ist unter dem Namen "Digital Terrestrial" auch eine 12" in Clear Vinyl auf Die Stadt erschienen, die das Terrestrial-Projekt sinnvoll ergänzt. Zu beziehen über: www.diestadtmusik.de
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0 = zu kurz eingesetzt
1 = absoluter beginner, fußball-schuhe abgeben
2 = unterliganiveau
3 = ab auf die bank
4 = mehr recht als schlecht
5 = licht & schatten
6 = unterm strich ein plus
7 = ein lichtblick
8 = hut ab
9 = schneckerl, schau' her
10 = solche kicker braucht das land

notenschluessel courtesy of täglich alles.