Jimi Tenor
Utopian Dream
(Sãhkõ Recordings / EFA / Ixthuluh)

Nach einigen geschäftlichen und persönlichen Querelen ist der sturmfrisierte Finne nun wieder auf seinem angestammten Label Sãhkõ gelandet und besinnt sich seiner Vergangenheit. Vorbei sind die Zeiten, als ganze Streichorchester als reines Beiwerk herangekarrt wurden und gemeinsam mit vollelektronischen Maschinenparks den Soundtrack zu Jimi Tenors Science Fiction-Soul lieferten. Auf "Utopian Dream" kreuzt der Sänger und Multiinstrumentalist wieder analoge Synths mit Elementen aus 70ies-Funk und schmachtet von bemalten Sternen, Mondmenschen, wartenden Paradiesen und natürlich vor allem der Liebe. Der Bombast des letzten Albums "Out Of Nowhere" ist wieder der Intimität seiner frühen Alben gewichen und lässt wieder exakt hören, wie gut Jimi Tenor eigentlich Songs schreiben kann. Aber trotz der gezeigten Besserung bleiben die Qualitäten von "Sähkömies" und "Intervision" leider unerreicht, und es steht zu hoffen, daß "Utopian Dream" lediglich eine Rekonvaleszenz-Phase darstellt, die mit dem nächsten Album überwunden sein wird.
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0 = zu kurz eingesetzt
1 = absoluter beginner, fußball-schuhe abgeben
2 = unterliganiveau
3 = ab auf die bank
4 = mehr recht als schlecht
5 = licht & schatten
6 = unterm strich ein plus
7 = ein lichtblick
8 = hut ab
9 = schneckerl, schau' her
10 = solche kicker braucht das land

notenschluessel courtesy of täglich alles.