Wallflowers
Red Letter Days
(Universal)

Keinen Zweifel an der Provinienz seiner Roots läßt der Sänger und Gitarrist der Wallflowers auf deren aktuellem Album Red Letter Days aufkommen. Erinnert doch schon das Intro des Openers „When You´re On Top“ verteufelt an Papa Robert Zimmermann, aka Bob Dylan, und sein „A Hard Rain´s A-Gonna Fall“ aus dem 1963er The Freewheelin´ Bob Dylan. Eine legitime Reminiszenz, verläßt doch Sohn Jakob sukzessive mit der Fortdauer der Aufnahmen die tiefen Spuren seines Übervaters um sich jedoch gleich einem anderen Gefolgsmann des von Mythen umrankten Dichters und Romantikers anzunähern; gemeint ist natürlich Tom Petty. Dennoch ist die Zementierung einer eigenen Note, eines persönlichen Stils Dylan Juniors, nicht zu verkennen. Das bedauerliche Ausscheiden des Gitarristen Michael Ward führt zu leichter Keyboardisierung des gesetzten Americana-Stils, obwohl die Additional Gitarristen Val McCallum und der von Pearl Jam ausgeliehene Mike McCready durchaus in der Lage sind die entstandene Lücke zu schließen. So gelingt es einem auch stimmlich gereiften Dylan auf dem vierten Album der Wallflowers den Erfolg des Vorgängers Breach (2000) zu wiederholen und an das bisherige Highlight von 1996 Bringing Down The Horse anzuknüpfen. Ein Dylan kommt selten allein.(space cap)

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0 = zu kurz eingesetzt
1 = absoluter beginner, fußball-schuhe abgeben
2 = unterliganiveau
3 = ab auf die bank
4 = mehr recht als schlecht
5 = licht & schatten
6 = unterm strich ein plus
7 = ein lichtblick
8 = hut ab
9 = schneckerl, schau' her
10 = solche kicker braucht das land

notenschluessel courtesy of täglich alles.