| Wie immer bildet das reguläre Hauptprogramm das Kernstück der Viennale. 58 Filme aus Argentinien, dem Iran, Österreich, den Vereinigten Staaten und noch Dutzend anderen Ländern gibt es zu bestaunen, darunter preisgekrönte Werke wie Nanni Morettis "La stanza del figlio" oder Tsai Ming-Liangs neuer Film "Ni Nei Pien Chi Tien" ("What Time Is It There?"). Zu den weitern Highlights gehören sicherlich der neue Coen-Film "The Man Who Wasn't There", der zu einem der Glanzlichter sowohl im filmischen Schaffen der Brüder Joel & Ethan, als auch in der Schauspielkarriere von Billy Bob Thornton gehört. Pflicht dürfte auch Terry Zwigoffs "Ghost World" werden, welcher nicht nur mit Steve Buscemi in der Cast aufwarten kann, sondern bisher auch auf sämtlichen Independent-Festivals sehr freundlich aufgenommen wurde. Jean-Luc Godard darf bei der Viennale natürlich nie fehlen, deshalb gibt es auch mit "E'loge De L'amour" das neue Werk des französischen Meisters zu bewundern. Nach dem letztjährigen, freundlich ausgedrückt, eher schwachen Jahr in Sachen heimischer Langfilmkunst, dürfte sich heuer das Blatt gewendet haben. Der Österreichische Film nimmt dieses mal eine ganz zentrale Rolle ein und die Reaktionen auf allen großen Festivals beweisen, dass es hier wieder einen deutlichen Aufwärtstrend gibt.
Nicolas Ossberger
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