V’04

Hauptprogramm

Mit einer interessanten Erweiterung wartet das diesjährige Hauptprogramme auf. Als "Festival im Festival" wird die frisch hinzugekommene Schiene "Propositions" da im Pressetext bezeichnet, eine Umschreibung die man gelten lassen kann, handelt es sich bei der neuen Reihe doch um eine Auswahl von zwölf internationalen Werken unterschiedlichster cineastischer Herkunft, die quasi stellvertretend für den Status Quo des "zeitgenössischen State of Production" stehen sollen. 

Dem Spirit des Festivals entsprechend, nahm man bei der Zusammenstellung keinerlei Rücksicht auf Namen oder Genres, was insgesamt einen sehr bunten Querschnitt bietet und exemplarisch für das komplette Filmangebot 2004 steht. Diese ausgewählten Produktionen, zu denen unter anderem das hervorragende Debüt "Trona" von David Fenster, Lisandro Alonsos Zweitwerk "Los Muertos" oder James Bennings "13 Lakes" zählen, werden zur besten Abendzeit programmiert werden und nehmen daher eine zentrale Position im diesjährigen Programm ein. 

298 Arbeiten aus 44 Ländern warten darauf begutachtet zu werden, darunter gut 60 Spielfilme im Hauptprogramm. Wie immer, hat man bei der Erstellung des Programms augenscheinlich versucht eine Balance zwischen arrivierten, großen Namen und bisher unentdeckten Perlen zu finden. Ein Konzept, welches bis dato zwar in Sachen konstanter Qualitätssicherung nicht immer völlig aufging, aber dafür stets einen spannenden und das Publikum fordernden Ablauf garantierte.

Neben den neuen Arbeiten der Festival-Dauergäste Olivier Assayas ("Clean"), Jean-Luc Godard ("Notre Musique"), Francois Ozon ("5x2"), Cédric Kahn ("Feux Rouges") oder Rudolf Thome ("Frau fährt, Mann schläft") und Produktionen von Viennale-Wiederkehrern wie Apichatpong Weerasethakul ("Sud Pralad"), Pablo Trapero ("Famlia Rodante") und Zhu Wen ("Yun de Nan-Fang") sind auch heuer wieder vor allem die Erstlingswerke, die das Salz in der Suppe ausmachen.

Von Joshua Marstons vielgelobten "Maria, Llena Eres de Gracia" über Liu Fen Duos "Lu Maotze" und Ahmet Ulucays "Karpuz Kabugundan Gemiler Yapmak" bis hin zum diesjährigen Abschlussfilm "A Home at the End of the World" von Michael Mayer bietet das Hauptprogramm jede Menge verborgener Schätze die es ab 15. Oktober zu bergen gilt.

Eröffnet wird das Festival mit "Comme une Image", dem zweiten Langfilm der Französin Agnes Jaoui.

5x02

A Home at the End of the World

Dandelion

Dans la Compagnie des Hommes

Feux Rouges

Trona