V’04

Special Program: Filme von Paul Fejos

Wie gewohnt, verspricht auch die diesjährige Kooperation zwischen dem Filmarchiv Austria und der Viennale eine absolut einzigartige, spannende Angelegenheit zu werden. Im Mittelpunkt der Schau steht heuer der ungarische Filmemacher Paul Fejos, ein gelernter Arzt den es Mitte der 20er Jahre in die USA verschlug, wo er prompt bei den Universal Studios landete und 1928 mit "Lonesome" einen fulminanten Start hinlegte.

Obwohl er von seinen Auftraggebern finanzielle Mittel in Hülle und Fülle zur Verfügung gestellt bekam, kehrte er der Traumfabrik bald den Rücken um in Europa Filme nach seinem eigenen Ermessen zu erschaffen. Doch auch in hier wurde er nicht wirklich glücklich und begann deshalb damit sich in den Weiten zwischen Siam, Peru und Madagaskar als Anthropologe seine Sporen zu verdienen. Seine Liebe zur visuellen Kommunikation aber behielt er sich.

Die angebotene Werkschau umfasst 18 Filme aus einem Vierteljahrhundert, angefangen von Paul Fejos Blockbuster-Start in Hollywood, bis hin zur 1952 finalisierten Produktion "Eine handvoll Reis". Der Ungar starb 1963 als Vorsitzender der von ihm gegründeten Wenner Gren Foundation for Anthropological Research in New York.

Fantomas
Lonesome

Sonnenstrahl

The Last Performance